Walmart Aktie Prognose Walmart: Achtung, bitte anschnallen!

News: Aktuelle Analyse der Walmart Aktie

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Walmart
ISIN: US9311421039
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Zur Walmart Aktie

Anfangs schossen die Kurse nach oben, als Donald Trump gestern die nächste Zollrunde einläutete. Doch als klar wurde, dass reziproke Zölle nicht so harmlos sind, wie es anfangs klang, brachen die Futures ein. Und Walmart steht bei diesem Problem in der ersten Reihe.

Das, war der US-Präsident am Nachmittag US-Zeit nach US-Handelsende im Rosengarten des Weißen Hauses verkündete, hatte es in sich. Dabei fiel auf, dass man für wenige Minuten am Aktienmarkt offenbar dachte, dass er ja „nur“ diese reziproken Zölle einführte und nichts Drastisches. Bis er dann anhand einer Grafik klar machte, um was es da tatsächlich geht. Es geht hier vereinfacht um ein „wie du mir, so ich dir“: Wenn andere Länder hohe Zölle auf US-Einfuhren verhängen, tun die USA das im Gegenzug einfach ab jetzt auch. Das klingt im ersten Moment fair, aber das ist es nur sehr bedingt.

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Denn gerade in Asien, das besonders heftig von den jetzt steigenden Zöllen getroffen wird, haben die USA ja gezielt einfachere Güter produzieren lassen. Die niedrigeren Arbeitslöhne dort machten es lukrativ, die US-Händler sahen für diese billigeren Importwaren entsprechend große Nachfrage. Dass man diese Waren zu niedrigeren Zöllen ins Land ließ, war letztlich Kalkül, denn nur so lohnte sich das Ganze. Im Gegenzug erhoben solche „Billiglohnländer“ höhere Zölle auf US-Waren, um die eigene Wirtschaft in den Bereichen zu schützen, in der sie unterlegen ist, vor allem in Bezug auf Technologieprodukte.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Walmart Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Jetzt aber gilt „Auge um Auge“ ohne Ansehen dieser Problematik. Und das wird zwar die produzierenden Länder heftig treffen, aber auch die Einzelhändler, die maßgeblich solche Produkte anbieten. Walmart gehört dazu. Waren aus Asien sind ein nennenswerter Bestandteil des Sortiments. Wobei das keineswegs alles asiatische Marken sind, auch US-Unternehmen bzw. US-Marken, die in Asien produzieren lassen, werden ja davon betroffen sein – und das sind viele.

Wenn man sich überlegt, wie sehr Walmart zuletzt auf chinesische Anbieter einzuwirken versuchte, damit diese ihre Preise wenigstens teilweise als Ausgleich zu den bislang 20 Prozent, die man bei der Einfuhr aus China verlangte, nach unten anpassen, kann man sich vorstellen, dass dieser Rundumschlag mit Zöllen, die je nach Land auch teilweise 30, 40 und mehr Prozent betragen und in einer Woche in Kraft treten sollen, für den Einzelhandelsriesen fatal ist.

Nachbörslich ist die Walmart-Aktie, die den Handel mit 89,76 US-Dollar beendete, per 23:30 Uhr um über fünf Prozent auf 85 US-Dollar weggebrochen. Wenn es nicht vorbörslich heute zu Käufen kommen sollte, würde die Aktie dadurch wieder unter das zum regulären Handelsende knapp als Widerstand überwundene Dezember-Tief bei 88,91 US-Dollar zurückfallen. Das Risiko, das dieser kleine Boden über der aktuell bei 83,70 US-Dollar verlaufenden 200-Tage-Linie nicht nur getestet wird, sondern bricht, ist mit dieser Zollrunde, über deren Dimension und Konsequenz sich manche offenbar nicht im Klaren waren, deutlich gestiegen.

Walmart Aktie: Chart vom 02.04.2025, Kurs 89,76 US-Dollar, Kürzel: WMT | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Walmart Aktie: Chart vom 02.04.2025, Kurs 89,76 US-Dollar, Kürzel: WMT | Quelle: TWS
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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
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Vorherige Analysen der Walmart Aktie

Bis vor einem Monat war die Aktie der US-Einzelhandelskette Walmart ein Fels in der Brandung. Doch seither hat die Aktie deutlich an Boden verloren. Zwar ist jetzt eine markante Supportzone erreicht, aber die muss nicht zwingend halten, denn der Abstieg hat Gründe.

Walmart hatte am 20. Februar das Ergebnis des, wie bei den meisten US-Einzelhändlern, um einen Monat nach hinten auf den 31.1. verschobenen Geschäftsjahres 2024/2025 gemeldet und einen ziemlich enttäuschenden Ausblick mitgeliefert. Das führte zu Kursabschlägen von in der Spitze um die zehn Prozent binnen dreier Handelstage. Danach versuchte man sich im Bereich der oberen Begrenzungszone eines im Frühjahr 2024 etablierten Aufwärtstrendkanals zwar an einer Stabilisierung, aber die währte nicht lange:

Walmart Aktie: Chart vom 18.03.2025, Kurs 85,59 US-Dollar, Kürzel: WMT | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Walmart Aktie: Chart vom 18.03.2025, Kurs 85,59 US-Dollar, Kürzel: WMT | Quelle: TWS

Ende vorletzter Woche setzten die Abgaben erneut ein. Die Aktie rutschte in den Aufwärtstrendkanal hinein und landete zuletzt an dessen unterer Begrenzung, die im Bereich von 82,60 bis 85,50 US-Dollar zusammen mit der knapp darunter verlaufenden 200-Tage-Linie einen mittelfristig entscheidenden Unterstützungsbereich darstellt. Diese Supportzone kann zur Plattform für einen erneuten und dann im Idealfall erfolgreichen Versuch der Bullen werden, das Blatt zu wenden. Aber die besseren Argumente haben diejenigen, die hier seit Mitte Februar ausgestiegen sind und die Aktie womöglich auch leer verkauft, sprich „geshortet“, haben, denn:

Expertenmeinung: Walmart als die größte US-Einzelhandelskette gehört zu den US-Unternehmen, die von Donald Trumps Zollpolitik sehr unmittelbar getroffen werden. Die aus China stammenden Waren kommen den Einzelhändler jetzt deutlich teurer. Und natürlich hat man ein Problem damit, den jetzt auf 20 Prozent gestiegenen Zoll auf China-Importe auf die Verkaufspreise draufzuschlagen, ohne dass der Absatz einbricht. Lässt man den Preis aber, wo er war, drückt das den Gewinn erheblich – im schlimmsten Fall zahlt man drauf.

Das führte offenbar dazu, dass Walmart chinesische Zulieferer bat oder sogar aufforderte, ihre Preise entsprechend den höheren Zöllen zu senken. Was, wie man annehmen konnte, nicht auf Gegenliebe stieß. Zuletzt haben die chinesischen Behörden die Vertreter des US-Konzerns in China deswegen einbestellt. Diese Entwicklung zeigt: Walmarts Gewinn wird durch Donald Trumps Zollpolitik unter Druck gesetzt. Und da Letzterer zuletzt darauf hinwies, dass man angesichts der großen Sache, die man da angehe, mit Irritationen rechnen müsse und nicht auf den Aktienmarkt schauen solle, hätte man als Trader, der ausgerechnet bei Walmart auf eine Aufwärtswende setzt, keinen leichten Stand.

Nicht nur, dass China derzeit bereit ist, die US-Zölle auszusitzen, in zwei Wochen wären, sofern es im Weißen Haus keinen Sinneswandel geben sollte, dann auch die höheren Einfuhrzölle auf europäische Waren fällig. Dann würde Walmarts Problem noch einmal eine Kategorie größer. Zugleich ist die Aktie mit diesem Chartbild für das bärische Lager höchst verlockend, denn sollte diese aktuell bei 82,60 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie fallen, wäre der Weg nach unten aus rein charttechnischer Sicht erst einmal frei … und das auch noch mit dem hausgemachten Rückenwind der US-Zollpolitik.