Wie das Jahr 2024 gelaufen war, hatte der Halbleiter-Ausrüster SÜSS MicroTec bereits in Form vorläufiger Zahlen Mitte Januar berichtet. Wie man das Jahr 2025 einschätzt, wissen die Anleger aber erst seit gestern. Die Prognose wirkte solide, aber die Aktie drehte dennoch ab.
Der im TecDAX notierte Entwickler von speziellen Anlagen und Lösungen für die Halbleiterindustrie hatte seinen Umsatz 2024 um satte 47 Prozent steigern können, die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) hatte bei 16,8 Prozent gelegen, ein neuer Rekord für das Unternehmen. Und 2025 will man weiter zulegen:
Den Umsatz sieht SÜSS MicroTec zwischen 470 und 510 Millionen Euro, das wären zwischen gut 5 und gut 14 Prozent mehr als 2024. Das klingt gut. Das ewige Haar in der Suppe, das gibt es indes auch hier:
In Bezug auf die EBIT-Marge plant SÜSS mit einer Spanne von 15 bis 17 Prozent. 2024 waren es, wie oben genannt, 16,8 Prozent gewesen, d. h., nur am oberen Ende der Margen-Spanne würde ein steigender Umsatz auch voll auf den Gewinn durchschlagen. Ginge die EBIT-Marge in Richtung 15 Prozent zurück und käme man beim Umsatz nur auf das untere Ende der Prognosespanne, würde der operative Gewinn zum Vorjahr sogar sinken. Und so etwas mögen die Anleger natürlich nicht, auch, wenn es nur eine Eventualität ist. Die Folge:
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Expertenmeinung: Anfangs erzielte Kursgewinne wurden zum Handelsende wieder abgegeben. Die Aktie legte einen Intraday-Turnaround nach unten hin und schloss im Minus. War es das damit für die Ambitionen der Bullen, hier wieder einen stabilen Aufwärtstrend zu etablieren?
Er wird vorerst auf jeden Fall deutlich schwieriger. Zum einen, weil die Umsatzprognose zwar etwas über der allgemeinen Erwartung der Analysten liegt, die Marge aber von den Experten im Schnitt auf Vorjahresniveau gesehen wurde, so dass diese breite und im Mittel mit 16 Prozent unter dem Vorjahr liegende Spanne ernüchternd war. Zum anderen, weil das Haar in der Suppe womöglich der Auslöser war, dass die Aktie am Ende im Minus schloss, dies aber auffallend mit der Charttechnik korrespondierte.

Denn Sie sehen im Chart, dass der Kurs dadurch genau auf Höhe der mittelfristigen, im Bereich der im Herbst 2024 markierten Rekorde etablierten Abwärtstrendlinie nach unten abgewiesen wurde. Das ist ein Signal im Stil von „bis hierhin und nicht weiter“, das nicht leicht zu eliminieren sein wird. Zwar würde für die SÜSS-Aktie ihre grundsätzlich eher günstige Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis sprechen. Aber bevor diese jetzt bestätigte Abwärtstrendlinie nicht mit Schlusskursen oberhalb des gestrigen Tageshochs (bei 44 Euro) klar bezwungen wurde, haben die Bullen hier die eindeutig schlechtere Ausgangsposition.
Quellen:
Ergebnis 2024 & Ausblick auf 2025, 27.03.2025: https://www.suss.com/de/investor-relations/pressemitteilungen/corporate/suss-strebt-im-geschaftsjahr-2025-weiteres-umsatzwachstum-an/2958700
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