Douglas Aktie Prognose Douglas: Das ist immer noch nicht zwingend ein Schnäppchen

News: Aktuelle Analyse der Douglas Aktie

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Douglas
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Zur Douglas Aktie

Douglas‘ Rückkehr an den Aktienmarkt verlief von Anfang an unglücklich. Die Aktie wurde vor einem Jahr zu 26 Euro ausgegeben – ein Level, der im Handel sofort unterboten und nie mehr erreicht wurde. Und jetzt hat sich der Kurs auch noch halbiert. Grund: eine Gewinnwarnung.

Douglas ist eine europaweit agierende deutsche Parfümeriekette, die in Frankreich und Italien sogar mehr Filialen betreibt als hierzulande. Dass alleine die deutschen Verbraucher immer vorsichtiger werden, kann das Unternehmen nicht bestätigen: Douglas verweist auf ähnliche Probleme in Frankreich. Das Ergebnis: Am Donnerstagabend wurde die Prognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2024/2025 angepasst – nach unten.

Das Unternehmen sieht jetzt einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro, zuvor hatte man mit 4,7 bis 4,8 Milliarden kalkuliert. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) wird jetzt bei 17 Prozent gesehen (bisher um 18,5 Prozent), beim Nettoergebnis geht man mit der Prognose von bislang 225 bis 265 auf 175 Millionen Euro herunter. Vergleicht man den neuen Ausblick mit den Ergebnissen 2023/2024, so kommt man auf einen in etwa gleichbleibenden Umsatz, eine von 18,2 auf 17 Prozent sinkende EBITDA-Marge und einen trotz allem noch steigenden Nettogewinn, der hatte 2023/2024 bei 84 Millionen gelegen.

Was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass das operative Ergebnis wackelt … und das Problem, das die Marktteilnehmer mit dieser neuen Prognose haben dürften, ist, dass man sich im Rahmen der Zahlen zum ersten Geschäftsjahresquartal (Oktober bis Dezember 2024) noch sehr optimistisch äußerte. Da hieß es noch, man wachse trotz eines gedämpften Konsumklimas, jetzt war die nachlassende Konsumstimmung und eine gebremste Marktentwicklung dann eben doch Basis der Prognose-Senkung. Und diese Quartalsmitteilung liegt nur gut fünf Wochen zurück.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Douglas Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Was Anleger zusätzlich irritieren könnte, die jetzt zu einem gegenüber dem Ausgabepreis von 26 Euro im März 2024 mehr als halbierten Kurs über den Einstieg nachdenken ist der Umstand, dass diese am 13. Februar vorgelegte Meldung zum ersten Quartal zwar positiv formuliert wurde, den Tradern aber schon das zu wenig war. Denn da reagierte der Kurs bereits außerordentlich negativ und rutschte auf ein (zu diesem Zeitpunkt) neues Rekordtief … dem indes weitere Tiefs folgten.

Douglas Aktie: Chart vom 21.03.2025, Kurs 11,15 Euro, Kürzel: DOU | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Douglas Aktie: Chart vom 21.03.2025, Kurs 11,15 Euro, Kürzel: DOU | Quelle: TWS

Dass noch schwächere Prognosen noch tiefere Kurse nach sich ziehen, wirkt folgerichtig. Aber übertreiben es die Verkäufer nicht womöglich langsam?

Nicht unbedingt. Dass die Aktie am Freitag als Reaktion auf diese gesenkte Prognose des Vorabends neue Rekordtiefs auslotete, hat für sich genommen ja nichts zu sagen. Der Punkt ist, dass Douglas‘ Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis der neuen Nettogewinn-Prognose jetzt um die 16 läge. Und das wäre nur dann eher günstig, wenn man für die kommenden Jahre fest mit solidem Gewinnwachstum rechnen kann. Aber da genau das in diesem sukzessiv problematischer werdenden Konsumumfeld nicht sicher ist, sollte man lieber vorsichtig damit sein, die Aktie nur wegen des relativ „billig“ wirkenden Kurses als kaufenswert einzuordnen.

Eine Gegenbewegung und/oder eine Bodenbildung wäre allemal möglich, für eine Aufwärtswende, die tragfähig ist, dürfte es aber besserer Nachrichten vom Unternehmen selbst bedürfen, daher: Ob der Abriss des Kurses am Freitag zu viel des Unguten war oder nicht, sei mal dahingestellt, aber für das, was ein Investor sehen will, nämlich eine taugliche Aufwärtswende, passt das Gesamtbild hier vorerst nicht.

Quellenangaben: Anpassung der Prognose 2024/2025, 20.03.2025: https://douglas.group/de/newsroom/pressemitteilungen#modal

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
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